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Geschichte der Freja

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Das Dampfschiff Freja wurde von Motola Mekanische Werkstatt gebaut und 1868 unter dem Namen Kalmarsund 3 in Betrieb genommen. Sie befuhr die Meerenge zwischen Kalmar und Öland und war das dritte der Kalmarsundschiffe.
Nach einigen Jahren wurden manche dieser Schiffe, da sie nicht mehr gebraucht wurden, verkauft. Kalmarsund 1 und Kalmarsund 3 wurden auf dem Fryken-See stationiert und bekamen die Namen Viktoria und Freja.
Der Landhändler Nils Persson aus Västra Ämtervik wurde der Besitzer von Freja, da er der teuren Frachten überdrüssig war. Leider bekam Freja nicht die notwendige Wartung und ihr schlechter Zustand hat wahrscheinlich zum folgenden Schicksal beigetragen.

Am 23 Juli 1896 fuhr Freja fahrplanmäßig von Fryksta nach Fryksände ab. Der Fryken-See wird in Untere Fryken, Mittel Fryken und Obere Fryken eingeteilt und wird in der Dichtung von Selma Lagerlöf "Der lange See des Laubes" genannt.
Dieser Sommertag 1896 begann als ein warmer schöner Tag bei der Abfahrt. Schon morgens sollte es schnell gehen, da es zu einem Konkurrenzkampf zwischen den Schiffen an den Landungsbrücken gekommen war. Wer zuerst kam, bekam die Transporte.
Daher war Kapitain Widson von der Freja auch nicht so sorgfältig. Er achtete weder auf das Gewicht noch auf eine fachgerechte Verzerrung der Ladung.

Nach einem Zwischenstopp in Nilsby näherte sich die Freja Bössviken. Das Wetter wurde schlechter. Es wurde windig, leichter Regen kam auf und es donnerte.
Während der Kursänderung in Richtung Landungsbrücke Bössviken wurden Wind und Regen immer stärker und eine Sturmböe kam auf. Plötzlich bekam Freja Steuerbord Schlagseite. Luftklappen und Verladeluken waren offen. Da sich Freja nicht mehr aufrichtete, erahnte die Besatzung das herannahende Unheil.

Die Ladung hatte sich verschoben, Wasser trat durch die offenen Luken ein. Die Katastrophe war nicht mehr zu verhindern.
Zusammen mit der Besatzung waren 17 Menschen an Bord. Sechs konnten das 220 Meter entfernte Ufer erreichen. Sechs ertranken und wurden später gefunden, während fünf der Freja in die Tiefe folgten.
Die Tragödie war da und weckte tiefe Besorgnis weit und breit.

Man hat viele Versuche unternommen, um Freja zu finden und zu bergen. Sie wurde mehrmals unbesehen ver- und gekauft aber nichts wirklich Interessantes geschah vor 1976. Einige Taucher konnten die Position der Freja feststellen. Sie lag in 52 Meter Tiefe.
1992 wurde Kils Archäologische Gesellschaft gegründet und zwei Mitglieder, Tony Steen und Lennart Andersson-Östervald, sahen es als ihre Lebensaufgabe an, Freja zu bergen.

Nach der Planung und Organisation eines Arbeitsteams folgte eine emsige Arbeit.
Dann war es so weit: Am 23 Juli 1994, am 98 Jahrestag des Unglücks konnte die Freja geborgen werden. 20.000 Menschen, Fernsehn und Radio wohnten dieser Begebenheit bei.
Eine Großtat war vollzogen.

Die Bergung- sowie vieles anderes des Frykenschiffes- ist eine lange und umfassende Geschichte und man kan darüber im "Boken om Freja" nachlesen.

Der Inhalt der Freja war in einem Zustand, der alle in Erstaunen setzte. Vieles wurde restauriert und wird in Brårud, Sunne und im Fryksta Bahnhof in Kil ausgestellt.
Freja selbst wurde in Brårud restauriert.

Zufriedenstellend für die betroffenen Familien war es, dass man die irdischen Überreste der fünf Vermissten gefunden hatte und ihnen nach all den Jahren eine letzte Ruhestätte geben konnte.

Am 23. Juli 1996 sollte Freja vom Stapel gelassen werden und ihre seit 100 Jahren unterbrochene Fahrt zwischen Fryksta und Fryksände wieder aufnehmen.
So war es geplant, aber das Schicksal wollte es anders. Freja wurde am 2. Juli 1996 von einem Feuer stark beschädigt. So musste ihr Stapellauf um ein Jahr verschoben werden.
Im Juni 1997 war es aber so weit. Freja wurde von Stapel gelassen und auf den Namen FREJA AF FRYKEN getauft.

Nach einigen Probefahrten setzte die Freja Af Fryken nach 101 Jahren ihre Fahrt fort.


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Letzte Aktualisierung: Samstag, 6. März 2010 

 

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